X Games Weekend Roundup

Julia Marino, Elena Hight und Marcus Kleveland holen sich die letzten Medaillen
pic: Brown

Zum Abschluss der X Games in Aspen gab es noch dreimal eine Premiere. Mit Julia Marino, Elena Hight und Marcus Kleveland gewannen drei Athleten Gold, welche dies zuvor an den X Games noch nie geschafft hatten.

Der Samstag gehörte ganz den Ladies. Nachmittags standen die Slopestylerinnen im Rampenlicht und wo auch immer ein Slopestyle ansteht ist klar, wer gewinnen will, muss erst mal Jamie Anderson besiegen. Und so einfach ist es nicht, denn die vierfache X Games-Gewinnern weiss, was es benötigt, um ganz oben auf dem Podium zu landen. Dies zeigte sie auch gleich in ihrem ersten Run: technisch sauber auf den Rails und auf den Sprüngen einen heftigen cab 7, sw bs 5 und zum Abschluss noch einen fs 7. Und dies alles so sicher, als wäre dies ihr warm up lap. Die Judges honorierten dies mit 91.33 Punkten und damit war schon mal klar, Jamie war mächtig heiss auf den obersten Podestplatz.

rider: Julia Marino pic: Duplechian

Katie Ormerod, die Big Air Gewinnerin Hailey Langland und die vormalige X Games-Siegerin Silje Norendal liess sie um Längen zurück. Nur eine hatte etwas dagegen: Julia Marino. Souveräne Letzte nach dem ersten Run, packte sie alles in den zweiten Run. Die wohl technisch schwierigste Railcombo inklusive einem cab 270 on auf das flatdown-Rail gefolgt von einem bs 7 und einem fs 5 als warm up für ihren letzten Sprung, einem cab double underflip, womit sie für eine Neuheit bei den Girls an den X Games sorgte. 94.66 Punkte und mit Gold der verdiente Lohn für den X Games Rookie.

rider: Elena Hight pic: Duplechian

In der Pipe gab es eigentlich auch nur eine grosse Favoritin: Chloe Kim. Die Amerikanerin jedoch vermasselte ihren ersten Run und war im zweiten wohl etwas nervös und brachte diesen nicht ganz so cool runter wie üblich. Für Rang drei reichte ihre Vorstellung dennoch, denn ihre Konkurrentinnen legten sich auch ordentlich ins Zeug. Bereits im ersten Run setzte sich die Chinesin Cai Xuetong mit einem hohen Score an die Spitze, ihr Toplauf wurde jedoch noch von Elena Hight übertroffen, welche sich wie Julia Marino ebenfalls zum ersten Mal X Games-Champ nennen darf.

rider: Marcus Kleveland pic: Denver Post

Den Abschluss der Snowboard Wettkämpfe bildete der Slopestyle der Jungs mit einem der wohl best besetztesten Teilnehmerfelder an den X Games. Und für einmal stand zum Schluss kein Kanadier ganz oben. Obwohl Mark McMorris und Tyler Nicholson alles daran setzten, die kanadische Dominanz auszuweiten, gelang es ihnen nicht, Marcus Kleveland vom obersten Platz zu verdrängen. Der Norweger, der bereits Big Air-Silber im Sack hatte, liess die Railsektion spielerisch einfach aussehen und stickte auf den unteren beiden Kickern erst einen cab triple 16 und danach einen bs triple 14. Den sehenswerten winning Run von Marcus gibt's hier. Eine willkommene Abwechslung zum alle dem Gecorke bot Jamie Andersons Boyfriend Tyler Nicholson. Der Kanadier holte sich ohne einen einzigen Cork-Sprung Silber. Auch sein Run ist absolut sehenswert.

VERÖFFENTLICHT 30.01.2017
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