X Games 2016 Recap

Die X Games 2016 waren wie immer ein Spektakel, lieferten dieses Jahr aber einige Überraschungen.

Geballte Action standen dieses Wochenende in Aspen auf dem Programm. Die X Games waren vor Ort und dank dem gestrafften Programm ging es seit der Slopestyle der Ladies am Freitag Schlag auf Schlag mit den Entscheidungen um den begehrten Titel des X Games Champs.

Rider: Mark McMorris Pic: Trevor Brown
Slopestyle

Beginnen wir mit dem Slopestyle und gleich einer der Überraschungen. Jamie Anderson, die sonst üblicherweise die Konkurrenz gleich im ersten Run in die Schranken weist, fand sich vor ihrem dritten und letzte Run nur auf Rang fünf wieder. Noch nie hat Jamie an den X Games keine Medaille eingefahren. Es galt also, im dritten Run die Nerven zu behalten. Die Amerikanerin zeigte keine schlechte Vorstellung, jedoch vermochte sie die Marke der führenden Spencer O'Brien, nicht zu übertreffen und landete schlussendlich hinter der Kanadierin auf Rang zwei. Dritte wurde die erst 15jährige Hailey Langland. Ihr Name sollte man sich merken.

Bei den Jungs zeigte sich oben auf dem Podium kein neues Bild. Überflieger Mark McMorris holte sich wie bereits im Vorjahr den obersten Platz auf dem Treppchen mit einer Combo an triplecorks auf dem zweiten und dritten Kicker. Wie schon in Laax waren auch in Aspen die Kanadier tonangebend. Hinter Mark klassierte sich sein Landsmann Seb Toutant auf Rang zwei vor Mons Roisland als drittem.

Zu bestaunen gab es zudem das Comeback von Torstein Horgmo, der erstmals seit seinem Rückenbruch wieder in einem Contest antrat. Leider lief es dem Norweger aber nicht wie gewünscht und er brachte keinen seiner Runs sauber nach unten.

Pic: Joshua Duplechian
Big Air

Auf dem Big Air von Aspen gab es in den letzten zwei Jahren nur zwei Rider, die jeweils Gold und Silber unter sich aus machten. Mark McMorris holte sich im letzten Jahr vor Maxence Parrot Gold, im Jahr zuvor war es Max, der Mark in den Schatten stellte. Und so war es auch in diesem Jahr. Gold für Max und Silber für Mark. Maxence hat einfach ein unglaubliches Repertoire an dreifach Tricks, die er absolut sauber stehen kann. Diesmal waren dies ein bs triplecork 16 und ein sw fs triplecork 14, welche ihn an die Spitze hievten. Hinter den beiden klassierte sich Yuki Kadono, welcher die Messlatte des Big Airs mit zwei verschiedenen triples ebenfalls massiv in die Höhe schraubte.

Rider: Matt Ladley Pic: Joshua Duplechian
Superpipe

Im Pipewettkampf der Jungs standen zum Schluss ziemlich unerwartete Gesichter ganz oben. Ayumu Hirano war mit von der Partie. Genauso Danny Davies. Oder auch Iouri Podlatchikov, Hitsch Haller und Jan Scherrer. Jedoch war die Wetterfee den Pipespezialisten nicht so glücklich gesinnt und es schneite und schneite, so dass nach einem Run der Wettkampf abgebrochen wurde. Und da alle oben genannten ihre Läufe unter ihrem Wert nach unten brachten, lachten am Schluss andere. Von ganz oben Matt Ladley. Der Ami zeigte trotz massivem Schneefall eine tolle Show und verwies somit seinen Landsmann Ben Ferguson sowie den Australier Scotty James auf die weiteren Plätze.

Bei den Ladies war das Wetter heute Sonntag noch nicht viel besser, aber immerhin konnten die Girls alle drei Runs durchziehen. Die Judges am meisten beeindruckte die Titelverteidigerin Chloe Kim. Die erst 15jährige darf sich bereits Doppel X Games-Siegerin nennen. Kein schlechter Start in ihre noch junge Karriere. Den Platz hinter Chloe holte sich Landsfrau Arielle Gold, die eben erst noch das Laax Open für sich entschieden hatte, vor der Chinesin Cai Xuetong.

VERÖFFENTLICHT 31.01.2016
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