The HOME-RUN Invitational Banked Slalom

Der erste Invitational Banked Slalom von nnim und hä? ist Geschichte und auch der Hinterletzte freute sich über den Event!
Lorenz Richard
Reto Kestenholz, Corinne Kurz und Nicolas Müller gefällts!

Pressemitteilung: Nicolas Müller, Reto Kestenholz, Levi Luggen und viele andere Legenden, Pros, Photographen und leidenschaftliche Snowboarder trafen sich letzten Samstag in Bellwald (VS), um am ersten «HOME-RUN – Invitational banked slalom presented by nnim clothing & hä?» teilzunehmen.

Wie in vielen anderen Resorts der Nordseite unserer schönen Alpen hatte auch das sonnige Bellwald mit den Schneeverhältnissen anfangs April zu kämpfen. So wurde vergangene Woche akribisch daran gearbeitet, jegliche Mulden voller Schnee leer zu schaufeln und mit der tollen Unterstützung von den Bellwaldbahnen einen wirklich mehr als ansehnlichen Banked Slalom zu gestalten.

Genau das ist Snowboarden, so soll es sein!"— Nicolas Müller
Nico Müller gefällt der Event sichtlich. Photo: Silvano Zeiter

Gemütliches Einstimmen

Am Freitag Abend bezogen die 75 geladenen Riders das grosse Ferienhaus in Bellwald. Wie es sich für eine Klassenzusammenkunft gehört, sollten die kommenden zwei Tage alle zusammen im gleichen Haus übernachten, essen und natürlich abfeiern. Nach dem ersten gemeinsamen Abendessen gings weiter ins White Rabbit, um gemeinsam mit einem kühlen Bier oder einem warmen Schnapskaffee die vergangene Saison zu reflektieren. Am späteren Abend packte Silvano Zeiter zur Freude aller Anwesenden seine Gitarre aus und zeigte, dass er nicht nur ein talentierter Photographer, sondern auch ein begnadeter Musiker ist. Zurück im Ferienhaus packten ein paar Stunden später Reto Kestenholz, Nicolas Müller, Mike Knobel, Andreas Arn, Phippu Hänni und Silvano Zeiter die bereits vorinstallierten Instrumente der Punkband «Artefucked» aus und jammten weiter bis in die frühen Morgenstunden.

Aurel Anthamatten on course mit seinem 160cm F2 Flame

Drei, zwei, eins… Slalom!

Am Samstag Morgen ging’s nach der grossen Vorfreude endlich mit dem ersten HOME-RUN los. Nach der Besichtigung der Steilwandkurven gab’s beim Start dann einen Gänsehautmoment: Alle Riders verteilten sich vom Starthaus abwärts und bejubelten gemeinsam jeden Fahrer, der sich aus dem Startgate katapultierte. Egal ob Nicolas Müller oder der lokale Shaper, alle wurden gleich laut von der Menge getragen. Nach den ersten zwei Qualifikations-Runs war klar, dass Nicolas Müller nur schwer zu schlagen sein wird. Er fuhr in beiden Runs die Bestzeit ins Ziel und war der Dominator der Steilwandkurven.

Raphi Rocha, Julian Fürsinger, Roger Schuler, Miro Salzmann, Simon le Fevre
Die andere Art sich zu qualifizieren...

Neben den 21 direktqualifizierten Riders gab es nach den Qualiruns noch 10 Lucky-Losers, von welchen sich die 5 schnellsten Biertrinker einen Platz für den Finalrun ergattern konnten. Vor dem Finalrun drückte der Wettkampfgedanke dann doch noch durch: Am Start wurde heftig gewachst und der ein oder andere Fahrer hatte sogar ein zweites, vorgewachstes Brett mit dabei. Aber auch hier war es nicht so wie an anderen Wettkämpfen und der vorhandene Wachs wurde mit Freude geteilt und quer durchs ganze Fahrerfeld durchgereicht.

Silvano Zeiter und Levi Luggen

Nach dem Finalrun und ein paar weiteren Bieren auf dem Berg fuhren die Riders gemeinsam den Berg hinunter und kehrten wiederum im White Rabbit ein um die Rangverkündigung abzuwarten. Neben dem schnellsten sollte auch der langsamste Rider beschenkt werden. Lange sah es danach aus, dass Phil Bucher, Co-Inhaber von nnim clothing, diesen Preis holen wird. Phil stürzte sich mit einem 177cm (!!!) Snowboard der ersten Generation und Hardboots die 20 Steilwandkurven hinunter und keiner wusste, wie er dieses Schiff bis ins Ziel manövrieren konnte. Photolegende Thomas «Creager» Stöckli war den ganzen Tag hammermässig unterwegs, aber im Finalrun unterlief ihm ein schwerer Fehler und er verpasste ein Tor. Da er der erste Rider war, der es nicht bis ins Ziel schaffte, entschied sich das OK, ihm eine Gratis-Stunde Snowboardunterricht zu schenken.

Thomas Wyden war der Schnellste – lag es am Outfit? Photo: Silvano Zeiter

Trotz seiner starken Leistung in der Quali platzierte sich Nicolas Müller schlussendlich mit knapp 10-Hundertstel-Vorsprung auf den hä?-Gründer Mat Bumann auf dem 4. Platz. Der 3. Platz holte sich David Birri und bewies ein weiteres Mal, dass Photographen nicht nur schöne Photos schiessen können. Das frisch gewachste Board und das unbestrittene Talent brachten Levi Luggen am Schluss den 2. Platz ein. Geschlagen wurde er nur von der Walliser Snowboard-Legende Thomas Wyden, der die Tagesbestzeit fuhr und sich verdient die Wandertrophäe «z Grittli» holte.

Winner Switch Markus Stoffel, Photo: Silvano Zeiter

Nach der Preisverteilung im White Rabbit ging es nahtlos zum Feiern über und man traf so manchen Rider am Abend beim Punkkonzert von «Artefucked» im Ferienhaus immer noch in seinen Snowboardboots an. DJ Captain Wolf und DJ Peter the Heater von wasteland brachten die Menge noch weiter zum kochen und nnim two entertainment schloss den Abend wie immer legendär ab. Abschliessend kann auf einen der besten Events des Winters zurück geblickt werden. Nicolas Müller meinte: «Genau das ist Snowboarden, so soll es sein!» oder Silvano Zeiter sagte: «Eis fane geilere wknds fa minem läbe! Merci!». Wie gut der Event jetzt tatsächlich war, ist schwer zu beschreiben. Mit Sicherheit hatten aber alle Beteiligten am letzten Wochenende eine Menge Spass und der Event hat definitiv gezeigt, dass Snowboarden in seiner pursten Form, weit weg von Olympiade und dem Spitzensport, noch lange nicht tot ist! Vielen Dank an alle die mit dabei waren und bis nächstes Jahr!

Die ganze Meute freut sich mit den Gewinnern. Photo: Silvano Zeiter

Results:

Masters: 1. Thomas Wyden (00:55.72) 2. Levi Luggen (00:56.46) 3. David Birri (00:56.94) 4. Nicolas Müller (00:57.46) 5. Matthias Bumann (00:57.56)

Switch: 1. Markus Stoffel (1:07.12) 2. Yanick Imboden (1:07.77) 3. Mike Knobel (1:13.20)

Girls: 1. Ariana Bellwald (1:12.39) 2. Jacky Dejo (1:13.49)

Langsami Schnägga: Thomas Creager Stöckli (DNF)

VERÖFFENTLICHT 17.04.2014
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