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STEPS gesehen und für gut befunden

Wir waren an der Premiere und teilen mal unsere Eindrücke.
Foto: Christoph Gerber

Da sitzen wir also, im Zürcherischen Corso, warten auf STEPS und merken schnell, dass es mehr Leute als Plätze gibt. Hä? Wie's scheint hat das Corso ein wenig gepatzt, was uns aber nicht weiter stören soll. Auffällig und erfreulich ist das grosse Interesse am ersten klimafreundlichen Snowboard-/Skifilm.

STEPS geht vorbei wie im Flug. Für einen Snowboard-/Skimovie von ca. 50 Minuten ist das nicht selbstverständlich. Wir sehen eine gelungene Mischung von wirklich gutem Actionfootage (inkl. Doublecork im Fall) sowie Stimmen von Wissenschaftlern, Naturliebhabern, Klimawandelzeigefingerhebern und Fahrern zum Thema Klimawandel/Erderwärmung.

Foto: Christoph Gerber

Die Stimme von Sten Smola begleitet dabei fast während des gesamten Films und man merkt schnell, wer das Zugpferd bei der Realisierung von STEPS war. Auch Rageto ist unter den Fahrern einer der präsenteren und sorgt mit seiner Homestory für eines der Highlights des ganzen Films. Ein schüchterner Lacher macht die Runde, als er erklärt, dass es ihm nichts ausmacht, im Winter zu Hause bei 15°C seine Mails zu schreiben – schliesslich habe ja jeder Handschuhe zu Hause.

Reto war auch da. Foto: Christoph Gerber

Und doch bleibt ein Kritikpunkt: Von den Fahrern kommen nur wenige zu Wort. Sten und Reto werden bei ihren Ausführungen zum klimafreundlichen Snowboarden ein wenig im Stich gelassen. Fredi Kalbermattens Shots sind zwar (wie nicht anders von ihm zu erwarten) ein Highlight, doch wäre es noch interessant gewesen von ihm – der ja schon öfters Heli geflogen und Sled gefahren ist – zu hören, warum er bei diesem Projekt dabei sein wollte. Das Gleiche gilt für Levi Luggen, Martin Seiler, Seb Bumann, Jurek Ruppen, Mat Schaer und alle anderen Fahrer.

die Protagonisten. Foto: Christoph Gerber

So bleibt leider der Eindruck, dass nur zwei wirklich leben was sie predigen und der Rest ein bisschen mitmacht, weil bizli grün sein halt schono cool ist. Dieser Eindruck ist wahrscheinlich falsch und hätte leicht vermieden werden können, wenn man jedem Fahrer 20 Sekunden für ein Statement gelassen hätte.

Diese Kritik tut aber nichts zur Sache was den Gesamteindruck von STEPS anbelangt. Das erste Filmprojekt von Ride Greener überzeugt als Ganzes zweifellos und macht nicht nur Lust auf den Winter, sondern motiviert auch, sich mal zu Fuss auf die Suche nach den perfekten Lines zu machen.

VERÖFFENTLICHT 08.11.2013
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