Shaun White und Mark McMorris die besten ihres Faches

Die Dew Tour ist zu Ende, mit Mark und Shaun stehen zwei verdiente Sieger fest
Stale Sandbech, Bild: Crosland

Die Amis haben das, was wir nicht haben: Schnee. Zumindest genug, um in Breckenridge einen ordentlichen Slopestyle Kurs aufzustellen und die Rider der Dew Tour zum Handkuss zu bitten.

Diese boten die vergangene Woche entsprechend auch ordentlich Spektakel. Nach den Qualis standen nun am Wochenende die Finals auf dem Programm mit einem Sieger, welcher nicht ganz überraschend zu oberst stand. Mark McMorris ist im Slopestyle nach wie vor das Mass der Dinge und stand in Breck nun zum dritten Mal in den letzten vier Jahren ganz zuoberst auf dem Podest.

Den Grundstein zum erfolg legte er bereits im ersten Run, nachdem Stale Sandbech mit einem heftigen Run vorgelegt hatte. Dieser umfasste zwei doublecorks, einen fs 10 und einen triple zum Abschluss. Mark hatte ähnliches zu bieten, stickte seine Tricks etwas sauberer und hatte ein paar Drehungen mehr auf den Rails zu bieten. Die Judges waren sich einig und räumten Mark ein Score von 94.40 Punkten ein, was bis zum Schluss niemand mehr überbieten mochte.

Darcy Sharpe, Bild: Kanights

Hinter Mark und Stale klassierte sich mit Darcy Sharpe ein weiterer Kanadier, welcher nicht nur auf dem Slopestyle Kurs sein Können bewies. Am Freitag hat er den Snowboard Streetstyle Contest gewonnen, doch auch auf den Kickern fühlt sich Darcy wohl. Sein hardway fs 10 war einfach Extraklasse und etwas anderes als das gecorke des restlichen Feldes.

Ayumu Hirano, Bild: Baldwin

Bereits am Samstag machten die Rider den Titel in der Superpipe unter sich aus. Und zuoberst stand am Schluss kein Geringerer als Mister Shaun White. Der 29jährige ist noch immer für den Sieg gut und alle die den Amerikaner in den letzten Jahren so langsam abgeschrieben haben, wurden eines besseren belehrt.

Die Bedingungen waren am Freitag nicht gerade die besten, in der Pipe lag mehr Powder als bei uns auf den Nordflanken auf 2000 Metern. Einer der wenigen, welche dies aber nicht aus dem Konzept brachte, war Shaun. Er stickte auch so zwei doublecorks und einen double McTwist in einer Höhe, als wäre es sonnig und die Pipe frisch geshapt.

Hinter Shaun holte sich Ayumu Hirano in seinem letzten Versuch den zweiten Platz. Der kleine Japaner spinnte und zwirbelte wie üblich durch die Pipe, hatte aber mit seinem crippler japan gleich zu Beginn auch eine grosse Portion Style mit eingebaut. Einfach genial.

Iouri Podladtchikov, Bild: Crosland

Mit diesem letzten Run verdrängte er Iouri Podladtchikov auf den dritten Platz. Iouri kann aber mit seiner Leistung durchaus zufrieden sein. Er versuchte sich im ersten Run am double McTwist, welcher ihm nicht ganz sauber gelang und im zweiten Run machte ihm der Schnee Mühe und verhinderte so seinen Versuch, Shaun von der Spitze zu verdrängen. So blieb der Ami vorne und feierte einen eindrücklichen Sieg in Breckenridge.

Ende Januar steht dann das Laax Open auf dem Programm, mal sehen, ob dann Iouri von seinem Heimvorteil ebenfalls Profit ziehen kann.

VERÖFFENTLICHT 14.12.2015
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