Powderboard Special – mit K2 Snowboards

Das passende Powderboard für die tiefen Tage noch nicht gefunden? Wir helfen Dir dabei!

K2’s Motto ist «Seek and Enjoy» und es gibt eine Enjoyer Board Serie. Na wer hat’s erraten um was es K2 Snowboards geht? Richtig – Um Equipment, das es euch ermöglicht Alles zu geniessen, was euch unter die Füsse kommt, vorzugsweise in tiefer, weicher Form. Das beweist auch der Fahrstil von K2’s Powdergranaten wie Mt. Baker Local Lucas Debari oder Levi Luggen. Zwei der K2 Genuss-Sticks haben wir für euch diesen Winter getestet – wobei wer kann bei solchen Boards schon von testen reden – enjoy!

Rider: B. Oney, K2 Peacekeeper in Friedensmission unterwegs - powderslashes to the people

K2 Ultra Dream – Ein Powder Freestyle Traum

Das tolle bei K2 Snowboards ist, dass sie es euch leicht machen bei der Wahl des Boards. An der K2 Theke ist vom gemässigtem Pow-Shape des Turbo Dream über das Ultra Dream bis zum Hardcore Pow-Shape des Peacekeeper alles erhältlich.

Dass das Ultra Dream für tiefe Enjoyer-Turns gemacht ist, sieht man bereits am Shape. K2 hat erkannt, das Powturns doch ein bisschen anders funktionieren als Carven auf der Piste. Die Nose und das Tail wurden deshalb vergleichsweise riesig gestaltet und der Sidecut setzt später ein um das Einfressen der Nose im tiefen Schnee zu verhindern. Das Ganze nennt sich BC Shaping. Durch die abgestumpften Nose- und Tailshapes, sowie die angewendete Hybritech Konstruktion, die Seitenwangen an der Lauffläche mit einer Cap-Bauweise in Nose und Tail kombiniert, verringert sich das Schwunggewicht, ohne dass ihr Float einbüssen müsstet. Auch das Boardprofil hat K2 bei vielen seiner Boards revolutioniert. Das Ultra Dream verfügt über eine All Mountain Baseline mit Tweekend. Das Flat-Rocker Profil, das sich hinter dieser Bezeichnung versteckt, ist, wenn auch bewährt für All-Mountain Boards, die eher für Powdertage gebaut sind, an sich nicht wirklich revolutionär. Die Tweekend Technologie aber ist es definitiv. Dabei wird der an der Flat-Section angrenzende Rocker ohne Unterbruch bis zu den Enden des Boards durchgezogen, was die fahrbare Fläche massiv vergrössert. Für den Kern verwendet K2 beim Ultra Dream Bambooyah – Blend. Der horizontal laminierte Bambus ergibt ein beinahe unzerstörbares Board (wenn ihrs trotzdem schaffen würdet, habt ihr bei K2 auf den Bambooyah-Blend Kern zwei Jahre Garantie – ziemlich fein) mit natürlichem Flex und Pop und auch wenn ihr mit Panda’s Futter unter den Füssen fahrt müsst ihr kein schlechtes Gewissen haben, denn viel ökologischer als mit dem schnell nachwachsenden Bambus geht’s kaum. Save your powder days!

Bild: K2 Snowboards – Tweekend Technologie leicht erklärt

K2’s Idee scheint zu funktionieren und die Powdertage in den Wäldern und auf den offenen Powderhängen der Nordschweiz, die wir mit diesem Board verbringen durften, waren purer Genuss. Das BC-Shaping macht sich bezahlt und auch wenn es sich hier nicht um ein Fish oder Ähnliches handelt, hat das Board durch die riesigen Schaufeln und den leichten Setback einen natürlichen Drang immer wieder an die Oberfläche zu kommen. Das wurde unter den Testern bald mit einem Grinser als «Schwimmkorken-Feeling» bezeichnet, wenn der vermeintliche Tomahawk trotz verkackter Landung ausblieb. Durch das flache Profil zwischen den Bindungen ist das Board sehr stabil und fehlerverzeihend, was aber nicht auf Kosten des Pop gegangen ist. Die Tweekend Konstruktion ergibt eine wunderbare Plattform um Ollies von Pillows und anderen natürlichen Features auszulösen und die vergrösserte Lauffläche verunmöglicht es fast bei Landungen nach hinten auszuwaschen. Dieses stabile Gefühl kann zu Übermut führen und man tendiert dazu den Pop des Ultra Dream zu unterschätzen, wodurch das Landungspillow bei den ersten Fahrten auch ab und zu weit verfehlt wurde und das Fahrwerk erst nach der steilen Pillowpassage aufsetzte. Die Knie haben's überlebt und dem Ultra Dream ist sowas sowieso sch*** egal. Die getestete 159cm-Wide Version fühlte sich nicht ultraleicht an, aber dafür hat man das Gefühl einen Panzer unter den Füssen zu haben und das Board sieht auch nach etlichen Fahrtagen noch praktisch aus wie neu. Neben stabilen Landungen zeigen sich die Vorteile von Tweekend auch bei Butter-Tricks und Presses, die sich damit selbst ins Repertoire von Gleichgewichts-Analphabeten einreihen werden – well done K2, mal eine Technologie die sich sofort in mehr Fahrvergnügen umsetzt.

Trotz Setback sind switch Landungen im Powder, durch genügend Rocker im Tail, kein Problem, wodurch das Ultra Dream sich seinen Platz als Powder Freestyle Board sichert. Auf der harten Piste zeigt sich der einzige kleine Makel des Boards. Will man agressiv carven vermisst man durch das Flat-Rocker Profil etwas Kantenhalt. Aber mit dem Ultra Dream will man sowieso lieber so schnell wie möglich in die nächste Powline springen und verbringt den Weg dahin auf der Piste mit Butter Spielereien, wie es dem Wesen des Boards entspricht.

K2 Ultra Dream mit BC Shaping und hochgezogenem Rocker in Nose und Tail

Das Ultra Dream ist ein sehr vielseitiges Brett, das sich für Powder-Enthusiasten eignet, die nicht permanent den Tiefdruckgebieten nachjagen und das Board auch mal für gemütliche Pisten-Jib Tage verwenden möchten. Trotzdem setzt der Ultra Dream Fahrer aber mehr auf Powder als auf Parks oder agressives Pistencarven. Es ist sowohl wendig genug für Treeruns, als auch stabil genug für langgezogene Speedturns in offenen Powderfeldern und macht sehr viel Spass wenn man seine Freestyle Skills ins Backcountry übersetzen will. Ein Favorit unter den Testpiloten und definitiv ein Ultra (Powder) Dream!

K2 Peacekeeper – Finde den Frieden im Deep Pow

Wir begeben uns an der K2-Schmankerl-Theke einen Schritt nach rechts in Richtung Halleluja-Deep-Pow und finden uns vor dem K2 Peacekeeper wieder. Auch das Peacekeeper ist mit dem BC-Shaping ausgestattet, verfügt aber im Gegensatz zum Ultra Dream über K2’s Backcountry Baseline mit Tweekend. Diese zeichnet sich aus durch einen mächtigen Rocker in der Nose, der direkt unter der vorderen Bindung beginnt und einem etwas flacheren Tail für mehr Kontrolle bei Landungen und Mach drei Straightlines durch Couloirs. Dazwischen ist das Peacekeeper flach, was für Stabilität sorgt. Der Flex ist etwas weicher als beim Ultra Dream, weshalb sich die K2 Konstrukteure eine weitere Neuerung im Boardbau einfallen liessen um dem Board mehr Pop zu verleihen. Die Ollie Bar befindet sich verborgen in der Mitte des Boardkerns, in Form eines vorgespannten Camberprofils, aus einer geheimen Mischung aus Karbon, Kevlar und Fiberglas und gibt dem Peacekeeper das an Pop zurück, was durch den Powdershape, der euch unsinkbar macht, verloren gegangen ist. Das Tail beim Peacekeeper ist nicht nur flacher sondern auch um einiges kürzer als die Nose, was einerseits zusätzlichen Float im bodenlosen Powder verschafft, aber das Board für enge Treeruns auch extrem wendig macht. Daneben ist das Peacekeeper wie das Ultra Dream mit dem oben erwähnten Bambooyah – Blend Kern ausgestattet und verfügt ebenfalls über die Hybritech Konstruktion.

Bild: K2 Snowboards – BC Shaping für verbesserte Powder Performance

Das Peacekeeper kann kaum verstecken, dass es ausgelegt ist auf maximalen Float für die tiefen Tage. Die lange Nose mit der Tweekend Konstruktion hält sich auf der Oberfläche, egal wie fest Frau Holle ihre Kissen ausgeschüttelt hat. Das etwas kürzere Tail sinkt auch ohne Taper mühelos ab, damit ihr Abends an der Bar nicht einbeinig im Flamingostil Frau Holle’s Fähigkeiten feiern müsst. Durch die etwas weichere Gestaltung der Nose schluckt das Board Unebenheiten im verfahrenen Powder problemlos weg und das Flat-Rocker Profil sorgt sowohl bei Landungen mit hoher Geschwindigkeit im jungfräulichen Pow als auch Nachmittags um 4 neben der Skipiste für ein sehr stabiles Gefühl. In engen Treeruns zeigte sich das Board wendig, wenngleich es nach unserer Meinung seine Vorteile aber eher in offenem Terrain bei surfigen Turns, Straightlines in steilen Couloirs und in lichteren, pillowgeladenen Wäldern ausspielt. Dort zeigte sich auch der Vorteil der Ollie Bar. Wenngleich das Board nicht über den explosivsten Pop aller Zeiten verfügt, ist es trotz viel Rocker und der kurzen Flat-Section nicht tot und bringt euch mühelos in die Luft. Im Gegensatz zum Ultra Dream fährt das Peacekeeper konstruktionsbedingt lieber vorwärts, trotzdem sind switch Landungen durch das vorhandene Tail mit dem leichten Rocker möglich, wenngleich zentriertes Landen eher nicht anzuraten ist. Butter Tricks machen aber auch hier durch das Tweekend extrem viel Spass. Wie bereits beim Ultra Dream merkt man, dass es sich um Werkzeuge für tieferen, weichen Schnee handelt und auch mit dem Peacekeeper sind agressive Turns auf harten Pisten nicht unbedingt das Tüpfelchen auf dem i. Trotzdem fährt es sich stabil und gemütlich auf der Piste, wenn der Weg zur nächsten Pillowline mal etwas länger ist.

K2 Peacekeeper

Beim K2 Peacekeeper handelt es sich um eine Powdermaschine. Mit sehr wenig Flat und sehr viel Rocker seid ihr damit so gut wie unsinkbar und die Surfer und Pillow-Killer unter euch werden ihre wahre Freude haben. Stabil, kontrollierbar und trotzdem lebhaft macht dieses Board an tiefen Tagen mehr als Spass und wenn ihr Lucas Debari auf dieser Powderwaffe fahren gesehen habt, wisst ihr, dass es kaum Grenzen gibt was Flugweite und Geschwindigkeit angeht. Geht ihr also eh nur raus wenn andere Leute sich lieber vor dem warmen Ofen verkriechen oder wollt ihr ein reines K2 Powderboard in eurer Sammlung, dann schnappt euch das Peacekeeper. Enjoy!

VERÖFFENTLICHT 06.04.2015
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