O'Neill Pleasure Jam – zwei fast perfekte Tage!

Die 12. Ausgabe der O'Neill Pleasure Jam war ein würdiger Auftakt zum Saisonstart der WST Saison 14/15
Max Bur. Bild: Roland Haschka
Anna Gasser, Bild: Roland Haschka

Nach dem gelungenen Start der O'Neill Pleasure Jam am Freitag waren die Organisatoren mehr als erleichtert, als sich das Wetter um 9 Uhr morgens mehr als nur versöhnlich zeigte. Trotzdem wollte man sich nicht allzu früh freuen und forderte die Rider deshalb immer wieder auf, Gas zu geben und sich nach dem Run sofort wieder zum Start zu begeben.

Samstag 9: Ladies First

Die 17 Women (sieben haben sich am Freitag für das Semi-Final qualifiziert, acht eingeladene Pro's und zwei Wildcards) zeigten von Beginn an ein hohes Niveau. Savety Runs schien ein Fremdwort für die meisten der Teilnehmerinnen zu sein. Unsere Elena Könz erwischte einen Super Tag und konnte ihre Wertung vom 1. Lauf (75.4) welche bereits locker für einen der vier Finalplätze gereicht hätte, im zweite Lauf sogar noch verbessern (79.75) und zog als strahlende Siegerin in die Finals ein. Mit ihr erreichten Anna Gasser (AUT), Anna Gyarmati (HUN) sowie Kristiina Nisula (FIN) die Runde der letzten vier. Bekannte Fahrer wie Cheryl Maas, Amiee Fuller oder Jenny Jones (DNS wegen einer Knieverletzung) bleiben auf der Strecke.

Alexey Sobolev, Bild: Roland Haschka

Men's Semi Finals

Von den Frauen inspiriert, zeigten auch die Männer, was sie den ganzen Sommer so trainiert haben. 29 Rider kämpften um die acht Plätze im Superfinal und somit um die 4'000 US Dollar Preisgeld, viel Ruhm und einen riesigen Flachmann voll mit Schnäpsle. Da wäre ehrlich gesagt auch ich recht motiviert gewesen. Das g^Ganze ging in zwei Heats über die Bühne. Im Heat 1 überzeugte Jonas Bösiger mit back to back Doubles, einem Frontside 7 of the toes und einem BS Lipslide zum Abschluss – zwischenzeitlich Rang 5 für ihn. Alexey Sobolev (RUS) – wir erinnern uns, der Russe mit dem Pussy Riot Decksheet an den olympischen Spielen in Sotchi und ja es war auch er, der seine Handynummer auf den Helm gekritzelt hat, um Mädels aufzureissen – zeigte, dass auch er richtig gut snowboarden kann und sicherte sich mit seinem 1. Run das Ticket ins Final. Mathias Weissenbacher (AUT) welcher nach Aussagen des Speakers noch nicht einmal Autofahren dürfe und mindestes noch zwei Promille im Blut hat, konnte seinen zweiten Versuch sauber runter bringen und erhielt dadurch nochmals zwei Runs im Final, um den Restalkohol raus zu schwitzen. Erst als das Final gelaufen war, bemerkte der relativ amüsante Speaker die Eltern des immer und immer wieder hochgelobten Partylöwen. Haha!

Die restlichen Plätze holten sich Roope Tonteri (FIN), Clemens Millnauer (AUT), Sebbe de Buck(BEL), Rowan Coultas (GBR) und an oberster Stelle qualifizierte sich der letztjährige Gewinner Eric Bauchemin (US). Nicht gereicht hat es unter anderem für den Kanadier Antoine Truchon, welcher die diesjährige Stylesession am freestyle.ch gewann. Unsere beiden weiteren Schweizer Lucien Koch und Michael Schärer konnten leider keinen Run sauber runterbringen und schieden ebenfalls aus. Brett Moody (US), der Sohn von Hank Moody aus Californication (zumindest wenn man den Worten des Speakers glaube schenken darf) reichte es trotz einer tollen Leistungssteigerung im zweiten Lauf auch nicht.

Kristiina Nisula, Bild: Roland Haschka

Vier Ladies – Ein Titel

Nach der äusserst positiven Erfahrung in den Semis startet Elena Könz mit viel Selbstvertrauen zu ihrem ersten Final Run. Elena startete mit einem Tailslide to Fakie übers Rainbow-Rail, zeigte einen SW BS 5 am ersten Kicker und toppte diesen gleich mit einem massiven Frontside 7 Melon! Danach beendete sie ihren Run mit einem 50-50 to Method über die Pol-Jam. 83.75 Punkte gabs von den Judges und damit die Führung nach dem 1. Run.

Doch man soll den Tag bekanntlich nicht vor dem Abend loben. Im 2. Run setzte die zweitplatzierte Anna Gasser (AUT) noch mal eine Schippe drauf und zeigte nach einem super kontrollierten BS 1 am ersten Kicker einen Cab 7 am zweiten Booter und schlug damit zwei Fliegen mit einer Klappe – Die Führung und der Best Trick Award = zwei Wochen Surfcamp in Portugal! Die beiden anderen Finalisten sowie Elena konnten gegen die 86.25 Punkte von Anna nichts mehr ausrichten und so ging der Sieg an Lokalmatadorin. Übrigens die erste Österreicherin, welche je die O'Neill Pleasure Jam für sich entscheiden konnte. Herzliche Gratulation!

  • Platz 1: Anna Gasser 86.25
  • Platz 2: Elena Könz 83.75
  • Platz 3: Kristiina Nisula 74.00
  • Platz 4: Anna Gyarmati 67.00
Podium Women, Bild: Roland Haschka
Eric Beauchemin, Bild: Roland Haschka

Acht Männer – ein Ziel

Einen ersten Standard setzte der Russe Alexey Sobolev mit einem beeindruckenden Run. FS270 übers Rainbow, FS7 Tailgrab gefolgt von einem massiven BS10 Double Mute, welcher ihm auch gleich den Best Trick Award sicherte. Bei der Jib Section zeigte er einen Cab 5 und dann einen Monkey Handplant! Yes, der war nice. 84.25 Punkte für ihn.

Jonas Bösiger zeigte eine äusserst konstante Leistung über den gesamten Event und brachte auch im nervenaufreibenden Final seinen ersten Run sicher und sauber runter. Die Judges bewerteten ihn mit 80.75, was den 3. Zwischenrang bedeutete. Eric Beachemin aus den USA startete mit einem 270 on 270 out übers Rainbow und zeigte eine unglaubliche Höhe bei den Kickern. BS 900, Cab 10 indy und einen Switchtail 270 über die Pol. Am Ende noch einen lockeren FS Blunt 270 out beim Downrail. Dies brachte ihm die klare Führung mit 89.25 Points. Die beiden Österreicher Mathias Weissenbacher und Clemens Millauer konnten ihre gute Leistung aus dem Semi leider nicht mehr erbringen und belegten am Ende die beiden letzten Plätze.

Unsere Schweizer Hoffnung versuchte seinem Run nochmals etwas mehr Höhe und Power zu verleihen, dies gelang Jonas auch bis zum vorletzten Obstacle, an dem er seinen Toeside 7 zu einem 10 aufzustocken. Leider misslang dieses Vorhaben und er landete dennoch auf dem tollen aber trotzdem etwas undankbaren 4. Schlussrang. Immerhin gab es dafür noch 400 USD Taschengeld. Nun konnte nur noch Roope Tonteri dem bisher führenden Eric gefährlich werden. Sein Run: Cab 270 on to fakie beim Rainbow, einen Cab 9 indy und gleich weiter in den BS 10 Indy am zweiten Sprung, gefolgt von einem FS 7 Melon am dritten Obstacle. In der Jib Section konnte er nochmals mit einem cab 270 aufs Downrail Punkten und sicherte sich damit den 3. Platz.

Somit war der Sieger klar und Eric konnte seinen letzten Lauf als Victory Run geniessen. Der Amerikaner, welcher wiederum dem Speaker zu folge Mc' Donalds, Burger King, Star Bucks, Süssigkeiten, Dunkin Donats, Cadillacs usw. über alles liebt, gewinnt die Pleasure Jam nach einem Jahr Pause zum 2. Mal. Auch hier herzlichen Glückwunsch Eric!

  • Platz 1: Eric Beachemin 89.25
  • Platz 2: Alexey Sobol 84.25
  • Platz 3: Roope Tonteri 81.75
  • Platz 4: Jonas Bösiger 80.25
Podium Men - Pleasure Jam 12 -Bild: Roland Haschka

Zusammenfassend: Zwei fast perfekte Tage (für unsere Schweizer). Alle weiteren Infos sowie die kompletten Ranglisten findet ihr auf www.pleasurejam.com!

VERÖFFENTLICHT 21.11.2014
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