Powderboard Special – mit Salomon Snowboards

Das passende Board für die tiefen Powdertage noch nicht gefunden? Wir helfen Dir dabei!

Mit Powder-Legenden wie Josh Dirksen und Wolle Nyvelt im Team wundert es nicht, dass Salomon einige geniale Shapes hervorzaubert, die genau das versprechen, was der Fahrstil der beiden Herren vermittelt – purer Spass im feinsten Pow oder was auch sonst euch die Berge gerade bieten.

Sicker Stick für surfige Turns und Pillows zum Dessert - Danke Frau Holle für die fünf Sterne Testbedingungen
SickStick, Bild: Salomon Snowboards

Salomon SickStick – Die Powder Legende

Das Salomon SickStick ist ein Klassiker und es ist definitiv als gutes Zeichen zu deuten, dass ein Board sich über so viele Jahre hält und quasi zu einer eigenen Marke mit grosser Anhängerschaft heranwächst. Den Shape des SickStick beschreibt Salomon als Tapered Twin, obwohl Twin hier für etwas Verwirrung sorgen kann. Man steht zwar zentriert über der effektiven Kante, was deutliche Vorteile beim switch fahren mit sich bringt, gleichzeitig ist das Tail aber etwas kürzer gehalten als die Nose, was zusammen mit dem leichten Pointed-Shape (spitz zulaufend in Nose und Tail) für guten Auftrieb sorgt. Um die Nose in Vorwärtsrichtung noch etwas mehr aus dem Schnee zu heben besitzt das SickStick einen leichten Taper, der bei der 160er Version, die getestet wurde, 0.9 mm beträgt. Das Profil des SickStick nennt sich Flat Out Rocker. Das Board ist also flach und dadurch stabil zwischen euren Bindungen und geht von dort in ein Rockerprofil über, das zusätzlichen Float verleiht für die tiefen Tage. Damit ihr euren Enkeln den Stoff eurer Träume nicht nur auf Fotos zeigen könnt denkt Salomon auch an die Umwelt und hat sich zum Ziel gesetzt soviel Plastik wie möglich zu eliminieren. So werden 40% des verbauten Fiberglas und Kunstharz durch den ABC Wrapper Prozess mit Bambus ersetzt und die normalerweise verwendeten ABS Sidewalls machen einem Bambus-Kork Gemisch Platz, das von Natur aus sehr gute Dämpfungseigenschaften besitzt.

Was beim Fahren als erstes auffällt, ist der weichere Flex des SickStick im Vergleich zu traditionellen «Hardcore-Freerideboards». Das Brett wirkt dadurch ziemlich verspielt und lädt förmlich zu Butters und Co. ein, was durch die lange weiche Nose kinderleicht ist. Der integrierte Bambus gibt dem Brett genügend Snap um meterhohe Slashes in den Wind zu zaubern, aber eben auch nicht zuviel, so dass das Board fehlerverzeihend und stabil bleibt. Die weichen Kantenübergänge erlauben herrliche Surfturns bei Mach 3. Durch das etwas kürzere Tail bleibt der SickStick aber wendig genug wenn es in die Bäume und Pillows geht. Als eines der wenigen wirklich powderspezifischen Boards, das den Anspruch auf einen Twin Shape erhebt, ist es für switch Landungen im Powder vorzüglich geeignet, was bei allen Testern pure Freude an Pillow 180s aufkommen liess. Auf der Piste lässt sich der SickStick gut carven, man merkt jedoch schnell, dass er lieber wieder zurück nach Hause will, jenseits der orange leuchtenden Markierstangen. Einziger Wermutstropfen - für optimale Surf-Performance bleibt der SickStick wohl eher Leuten vorbehalten, deren Schuhgrösse sich unterhalb von 45 befindet, da das längste Modell der Linie (163 cm) «nur» eine Breite von 25.6 cm besitzt. Wir hoffen Salomon hat ein Einsehen und eröffnet den Spass des SickStick auch den Yetis und Wideboard-Fetischisten.

Der Salomon SickStick ist am besten geeignet für den Powderenthusiasten, der ein verspieltes Board für die Deep Days haben möchte, das in jedem Terrain, von Treeruns und Pillows bis zu offenem Gelände und Cliffdrops zuhause ist, dabei aber sein Freestyle Herz nicht vergisst und ihn trotz genügend Float auch mal gemütlich in verkehrter Richtung landen lässt. Ausserdem – Bären auf dem Topsheet muss man einfach lieben! Wer damit in der südlicheren Schweiz unterwegs ist, sollte sich jedoch hinter dicken Sprays vor fehlgeleiteten Jägern verstecken.

Assassin, Bild: Salomon Snowboards

Salomon Assassin – Powder meets Freestyle

Das Salomon Assassin ist die Weiterentwicklung von Wolle Nyvelt’s und Taka Nakai’s Powder-Freestyle-Allroundwaffe, dem Salomon Grip. Die Trauer über den Verlust dieses vielseitigen Boards hält jedoch nicht lange an mit dem Assassin unter den Füssen, handelt es sich dabei laut Salomon um nichts Geringeres als die Mischung ihrer progressivsten Freeride und Freestyle Technologien. Das Salomon Assassin ist ein True Twin Board bei dem sowohl die Abmessungen als auch der Kern absolut symmetrisch sind. Ausgestattet mit dem Rock Out Camber Profil befindet sich zwischen euren Bindungen eine flache Zone für Stabilität, Camber unter den Füssen für mehr Reaktivität und Präzision und einen hochgezogenen Rocker in Nose und Tail für genügend Auftrieb im Powder. Feinstes Espenholz wurde im Kern verbaut (Aspen SLTC) und sorgt zusammen mit dem Popster Eco Booster (eine Mischung aus Karbon- und Bambuseinlagen) für ziemlich viel Pop trotz des nicht allzu steifen Flex. Ähnlich wie beim SickStick wird auch beim Assassin auf Ökologie geachtet und neben viel Bambus bekam das Board statt traditionellen Gummi Rails die sogenannten Royal Cork Rails, die sich die natürlichen Eigenschaften des Korks zunutze machen und euch dämpfend vor Schlägen schützen.

Das Salomon Assassin ist kein reinrassiges Powderboard, sondern viel mehr eine All-Mountain-Freestyle Maschine mit Powderherz, sozusagen die eierlegende Wollmilchsau aus dem Hause Salomon. Häufig passiert es, das vor lauter Marketingideen die Funktionalität verloren geht, wenn man die Vorteile von Allem in einem Board vereinen möchte. Der Rock Out Camber fühlt sich jedoch auf der Piste an wie ein herkömmliches Camber Board, mit dem feinen Unterschied, dass es durch die Flat Section einfach ein wenig fehlerverzeihender zu sein scheint. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger dem Grip, dem böse Zungen schlechten Kantenhalt auf härterem Schnee und vereisten Passagen nachsagten, hält das Assassin bombenfest auf der Kante, ohne sich im weichen Schnee einzufressen und die Cork Rails filtern zwar störende Vibrationen heraus, etwas härtere Schläge kommen aber durch. Das ist Geschmackssache, aber die meisten Tester interpretierten dieses Verhalten als – «zum Glück ist das Board nicht tot gedämpft». Vom Flex her ist das Assassin «mittelweich», in etwa vergleichbar mit dem SickStick, wobei Tip und Tail ein wenig weicher sind, was besonders bei Butter Tricks Spass macht. Pop ist zur Genüge vorhanden, was Tage im Park zulässt ohne irgendwo Abstriche machen zu müssen. Klar mit einem Twin-Tip hat man im Powder nicht den selben Float wie mit einem Surfbrett und ihr werdet wohl oder übel eure hintere Oberschenkelmuskulatur trainieren, aber einerseits sind Nose und Tail durch den speziellen Equalizer Rad Sidecut ziemlich breit und der ausgeprägte Rocker hebt eure Enden genug weit aus dem Schnee um einem Absaufen erfolgreich entgegenzuwirken. Wir waren ziemlich überrascht wie viel Auftrieb das 157er-Wide Testmodell zustande brachte. Und wird das eine Bein müde, zieht ihr einen stylishen 180/540/900/jegliche ungerade Drehzahl nach Können und Mut einfügen... über ein Pillow / Windlip / Cliff / Holländer und weiter geht’s switch.

Das Salomon Assassin ist perfekt für diejenigen unter euch, die ein Board für jedes Terrain und alle Bedingungen suchen. Treeruns an hüfttiefen Whiteout-Tagen, Powder Freestyle über Cliffs und Windlips, Parks im Frühling oder gemütliches cruisen auf der Piste, das Assassin geht den Mittelweg und diesen Mittelweg geht es mit Bravour. Hut ab für diesen Quiver Killer! (Der nicht umsonst einen Transworld Good Wood Award gewonnen hat)

VERÖFFENTLICHT 21.02.2015
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