Max ist König von Beijing

Maxence Parrot schnappt sich beim Air+Style Beijing vor seinem Landsmann Mark McMorris die Krone

Vorne weg gleich einmal, Max hat sich den Ring of Glory keineswegs erschlichen. Für den Kanadier, der seit Jahren das Level an Tricks weiter und weiter pusht, war der Triumph an einem Air+Style-Contest schon lange überfällig.

Bis er jedoch zu oberst auf dem Podium stand und mit Champagner um sich giessen konnte, hatte er so einige harte Brocken im Weg. Bereits in der Qualifikation zweigte er mit dem besten Score, dass er über den Sommer hindurch nicht einfach auf der faulen Haut lag. Der Topspot bescherte ihm in der ersten Runde jedoch Tor Lundstrom. Bestimmt gab es da einfachere Kontrahenten.

Gefahren wurde wie üblich im K.O.-System, jeder Rider hat 3 Runs, die besten 2 davon werden gewertet. Parrot überstand die erste Runde aber souverän. Andere heimliche Kronanwärter wie beispielsweise der aufstrebende Marcus Kleveland zeigten mehr Nerven. Dieser blieb doch tatsächlich bereits in der Quali hängen.

Mark McMorris Bild: Air+Style

In K.O.-Runde zwei gab es dann zwischen Max Parrot und Stale Sandbech ein Duell der Giganten. Beide zückten gleich als ersten Trick einen heftigen bs triplecork 14, wobei Stale bei den Judges ein wenig die Nase vorn hatte. In Run 2 konnte keiner der beiden seinen Trick erfolgreich stehen und so legte Max mit einem fs triplecork 14 im letzten Sprung vor. Diesen mochte Stale nicht zu kontern und so zog Max neben Sven Thorgren, Mark McMorris und Yuki Kadono ins Superfinale ein.

Yuki machte seine Teilnahme am Superfinal noch spannend. Im Duell gegen Niklas Mattsson wäre er mit einem safen Trick durch gewesen. Er nahm auch Tempo raus, fuhr ohne Helm, und flog prompt auf die Schnauze. Und zwar so richtig. Doch ein Japaner wie er kennt keinen Schmerz. Yuki stand auf, lachte und stickte im Superfinale den Best Trick des Events mit einem bs triplecork 16, an welchen sonst niemand herankam.

Sven Thorgren Bild: Air+Style

Dies blieb jedoch sein einziger gestandener Trick im Finale, damit blieb ihm nur Rang 4. Sven Thorgren war wohl noch etwas übel von der Party am Abend zuvor, daher versuchte er die Judges mit spins ohne Überkopfdrehungen zu überzeugen. Ein cab 12 und ein bs 12 standen für ihn zu buche. Allerdings reichten seine Scores nicht ganz, um an diejenigen der beiden Kanadier Mark und Max heranzukommen.

Mark stickte einen sehr sauberen bs triplecork 14 in seinem zweiten Versuch, wurde von den Judges in seinen wie auch meinen Augen ziemlich hart nach unten gewertet. Max zeigte danach aber einen soliden fs triplecork 14 und entschied somit den Event zum Schluss absolut verdient für sich.

Congrats Max Parrot, wir freuen uns schon auf die Fortsetzung am 6. Februar in Innsbruck!

VERÖFFENTLICHT 05.12.2015
SHARE ME…

Kommentare (00)

Bisher sind noch keine Kommentare verfasst worden.

Weitere Beiträge