Wo bleiben die Allround Snowboarder?

Ruedi bloggt: Aufhören mit diesem Disziplinenmist!

Früher war man Snowboarder. Freestyle Snowboarder. Das hiess, dass man alles shreddete was mit Freestyle zu tun hatte: Pipe, Kicker, Rails, Corner, Gartenbank, Tisch, Baustellenröhre, Baumstamm und alle sonstigen Obsacles, die in den Weg kamen. Es gab lediglich die Abgrenzung zum Boardercross und zum Stangenslalom natürlich.

Piiroinen, der Overall Killer.

Und was ist der Freestyle Snowboarder heute? Entweder er ist Pipespezialist, Railspezialist oder Kickerspezi. Aber Snowboarder, die wirklich alles können, sehen wir leider immer weniger. Fahrer wie Peetu Piiroinen, der so ziemlich alles kann (ausser Powdern vielleicht), sind eine Seltenheit.

Woran liegt's? Einerseits beginnt man in den Verbänden schon früh die Rookies auf eine «Disziplin» (ja, so redet man heute) zu pushen – schliesslich muss die Vorbereitung für Olympia optimal sein. Andererseits sind es die Contests selber, die immer häufiger trennen. Events mit einem disziplinübergreifenden Setup wie das Leysin Champs Open (Slopestyle mit integrierter Pipe) existieren kaum noch. Nicht zuletzt wohl auch deshalb, weil die WST letztes Jahr beschloss, eine Wertung je für Slopestyle, Halfpipe und Big Air einzuführen. Klar, dass sich die Contests automatisch danach richten.

in Leysin muss man alles können.

Ich persönlich freu mich, wenn ich noch komplette Freestyle Snowboarder am Berg antreffe, besonders an Orten, wo diese die Möglichkeit dazu haben. Lassen wir also das Disziplinendenken mit Super G, Riesenslalom, Abfahrt, etc. lieber bei den Skifahrern – wir sind gut genug, um alles zu können.

Prost!

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VERÖFFENTLICHT 21.11.2013
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Kommentare (08)

Anonym
Anonym
anonym
25.11.2013

ich finde dass wir alle peetu piroiinen ein bisschen mehr lieben sollten, guter Typ <3

Hannah (26) 22.11.2013

ich mag Ruedi!


Anonym
Anonym
sevi
22.11.2013

@Mötzli

Danke für diesen Kommentar. Das Gejammer von Rudi nervt mich langsam! Der hätte alles am liebsten wie vor 15 Jahren. Der soll doch mal etwas auf die Beine stellen und so den Snowboardzirkus verbessern. So en doofe Siech!

jamiejacket (30) 22.11.2013

wen kümmerts was andere tuen machen sollen oder wollen. snowboarden ist snowboarden das ist für jeden etwas anderes. tu das was dir spass macht und nerv dich nicht ab dem "kästchen" denken der verbände. wir sollten nicht vergessen das es aufgrund dieser entwicklung und diesem mainstream es zu massiv mehr parks gekommen ist, ob man nun das mainstream zeugs gut findet oder nicht.


Pittley (49) 22.11.2013

man könnte da jetzt stundenlang darüber diskutieren das früher alles besser war, nur leben wir heute und jetzt: ja, contest snowboarden hat sich weiterentwickelt und wurde (zumindest in der schweiz) teilweise dem ski verband und dessen trainingsstrukturen usw. angepasst, das schon bei den rookies jetzt ''nur'' noch disziplinen spezialisten hervorgehen ist eine folge daraus, da wird von einem trainer / coach schon früh entschieden: du hansli fahrsch nurno pipe und du guido machsch nurno big air. und dann müssen hansli und guido in der jeweiligen trainingsgruppe an ihrem können schleifen...während halt das overall snowboarden zu kurz kommt.


Anonym
Anonym
Steve Stöckli
22.11.2013

"rookies" wie sandbech zeigen aber auch, dass sie durchaus alles fahren können! und gleichzeitig eine olympiahoffnung sein...

Ruedi (54) 21.11.2013

Hallo Mötzli

Danke für deinen Kommentar! Ja, ich finde sogar sehr viele Dinge cool. Im Magazin findest du viele davon: Ich hab z.B. Nico Müller mal einen Liebesbrief geschrieben oder den Skatepark Zürich (und die Behörden) gelobt. Mein konkreter Vorschlag bei diesem Artikel ist, dass wir Contests wie dem Leysin Champ (und vor allem deren Sieger) wieder mehr Aufmerksamkeit schenken.


Anonym
Anonym
Mötzli
21.11.2013

Hallo Ruedi

Gibt es eigentlich auch etwas, das dich nicht stört an der ganzen Snowboardentwicklung. Das Gejammer von dir geht mir langsam aber sicher auf den Sack. Schreib doch mal lieber, was gut ist und bringe konkrete Verbesserungsvorschläge.

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