Roll'n'Rock mit teuflischen Surfern

Ab nach Schweden, der «Feriendestination» Nr. 1 vom Skatepunk!

Sommer ist Roll-Zeit und an Rock fehlt es nicht auf diversen Bühnen. Wir nehmen für euch in einer lockeren Serie unter die Lupe, wo, wann und wie sich Skateboarding und Musik kreuzen und zeigen in dieser Rubrik bessere und weniger gelungene Kooperationen. Geniesst die warme Zeit des Jahres, ob draussen auf dem Brett, im Keller mit gut aufgedrehten Amps oder Musik im Ohr zum rumcruisen... Roll'n'Rock on!

Satanic Surfers

Warum nicht gleich mal eine EP hören während des Lesens – das geht erstaunlich gut bei dem Musikstil!? Eintönig, vielleicht, man kann aktiv lauschen, muss aber nicht.

So viel zu den Lyrics – hope NO true story!
Halb Skandinavien musiziert, viele verbringen die langen Sommertage mit skaten.

Wer nicht Snowboardet im hohen Norden oder eine Miniramp im Keller hat, muss sich irgendwie beschäftigen, wenn die Tage kurz und kürzer werden. Gerade auch in den Zwischensaisons stelle ich mir die Situation für Jugendliche und noch nicht resignierte ältere Aktive zeitweilig trostlos vor. Oft kalt, ein paar Monate mehrheitlich dunkel... Was tun?
Gitarre spielen bietet sich da zu jeder Jahreszeit an und dem entsprechend gibt's auch einen riesen Haufen Bands dort «oben». In der wärmeren Jahreszeit dann ist Rollbrettfahren recht populär und macht auch Sinn vom Klima her mit viel Licht!

Das logische Aufeinanderprallen und verschmelzen von solchen «Subkulturen» musste früher oder später geschehen, war offensichtlich vor allem so Mitte 90er sehr fruchtbar und ermöglichte den bekannteren VertreterInnen des Genres bis heute, in andere Breitengrade zu fliehen.
Wie der Musikstil von den USA nach Skandinavien kam, um sich dort ein paar Jahre «Aktiv-Ferien» zu gönnen – dadurch überlebte vielleicht schneller Melodic-HC und kam als Neuinterpretation ein bisschen böser später wieder in die Staaten zurück – so gönnen sich heute die alten Musiker auch mal wieder Gruppenurlaub mit Auftritten in fernen Ländern.

Sommerferien – Surfen auf Teufel komm raus

Das Bay Fest ist passé und es waren also die Satanic Surfers, welche sich dank der zuletzt gefeatureten Band als Nachfolger aufgedrängt haben. Eh im Visier, als frühe Vertreter in meinem damals noch kleinen CD-Regal, habe ich sie auch aufgrund bevorstehender Surfferien und ihren aktuellen Auftritten an teuflischen Festivals mal noch genauer unter die Lupe genommen.

Kurz nach meiner obligatorischen Schulzeit konnte ich noch easy aufstehen und mir hyperaktiven Sound reinziehen, wie z.B. Good Morning von ihrem Debut-Longplayer. Der Titeltrack Hero of Our Time machte sie beinahe zu Heroes of our Time – wohl für nicht wenige Skater, Surfer und Snowboarder.
Doch die früheren EP's waren noch klarere Beweise für ihr Sk8-Comittment:

Man beachte das Inlineskate-Verbot auf der Seite der Ramp im Bild. Die Lyrics richten sich hier dann aber doch einfach nur gegen Neonazis – was eh wichtiger ist, als wer jetzt gerade auf welcher Ramp skatet.

Auflösung, Neugründung. Neues Album?

2005 haben die Satanic Surfers ihr letztes Album rausgebracht und sich nach diversen Wechseln in der Band 2007 aufgelöst. Seit 2014 sind sie aber nach einer Neugründung wieder unterwegs, immer noch sportlich wie eh und je. Nach einer Lateinamerika-Tour letztes Jahr zogen sie im vergangenen Winter mit ihren Freunden No Fun At All durch Japan, um einige Gigs zu spielen.

Doch von einem neuen Album hätte ich nix gelesen, wie eigentlich mal angkündet – gut möglich jedoch, dass sie am Publikum neue Songs «testen» und dann eine Auswahl in's Studio bringen.
Bis dahin werden sie aber wohl weiterhin vor allem alte Klassiker spielen: Eine Re-Issue auf LP von ihrem meistverkauften Album zu dessen 20-jährigen Jubiläum lässt erahnen, dass sie immer noch Freude am damaligen Sound haben – was gut so ist.

So kommen die Jungs heutzutage daher – eine gestandene Sk8-Punk-Boygroup.

Aight, ich bin bald raus, lege mir wieder mal eine gute alte CD von den noch älteren Skandys auf und hoffe auf ein inspirierendes 90's-Flashback.

THEMA News / Musik
VERÖFFENTLICHT 16.08.2016
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