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Jamie Anderson räumt ab in Yabuli

Die Amerikanerin entscheidet sowohl den Big Air wie auch den Slopestyle für sich.

Die ersten Entscheidungen an den World Championships of Snowboarding in Yabuli/China sind durch. Am Wochenende massen sich die weltbesten Riderinnen und Rider auf dem Big Air und heute wurden die Königin und der König auf dem Slopestyle Parcours gekrönt.

Bild: Sami Tuoriniemi
Big Air

Bei den Ladies kamen die besten sechs Riderinnen aus den Semifinals ins grosse Finale. Dort galt es 3 Runs zu absolvieren und das Score der besten zwei zählte zusammen. Eine legte gleich besonders heftig los. Die Kanadierin Laurie Blouin stickte wie schon in der Quali einen astreinen cab double underflip und erhielt dafür den Tageshöchstwert von 95.40 pts. Mit diesem Wert brauchte sie eigentlich nur noch einen gestandenen zweiten Trick und sie wäre auf dem Podium gelanden. Doch die Nerven flatterten wohl ein wenig und Laurie wurde mit nur einem richtigen zählbaren Versuch doch noch vierte. Besser im Griff hatte es die Überfliegerin im Snowboarden Jamie Anderson. Sie stickte alle ihrer drei Versuche, unter anderem einen perfekten cab 7 tail, und holte sich somit ihren ersten Topplatz an diesen World Champs und ist um 40'000$ reicher. Enni Rukajärvi und Jessika Jenson strahlten ebenfalls vom Podest.

Rider: Peetu Piiroinen Bild: Sami Tuoriniemi

Bei den Jungs war die Entscheidung denkbar knapp und zum Schluss teilte der Oldie unter den Finalisten die Konkurrenz ein. Der 28jährige Peetu Piiroinen zeigte, dass er noch immer astreine cab14's springen kann und holte sich im Gesamtscore gerade mal knapp 2 Pünktchen mehr als der 19jährige Kyle Mack. Nochmals bloss einen Punkt dahinter landete der Kanadier Seb Toutant, welcher zwar den Trick mit dem Tagesbestwert sprang, aber mit seinem zweiten zählbaren Trick ein wenig an Boden auf Peetu und Kyle einbüsste.

Rider: Max Parrot Bild: Sami Tuoriniemi
Slopestyle

Auch im Slopestyle gab es bei den Ladies nur eine zu schlagen, nämlich wiederum Jamie Anderson. Sie fährt jedoch momentan mit einer solchen Sicherheit, dass es beinahe kein Vorbeikommen gibt an ihr. Und dies war auch in Yabuli so. Bereits in Führung liegend legte sie im dritten und letzten Finalrun nochmals zu und verdrängte wie schon im Big Air die Finnin Enni Rukajärvi auf Rang zwei. Aber auch Enni dürfte mit zwei silbernen Plätzen durchaus glücklich auf die World Champs zurückblicken.

Der Schweizerin Sina Candrian lief es im Finale nicht ganz wie gewünscht. Sie musste sich neben Jamie und Enni auch noch der Dritten Julia Marino und der Vierten Spencer O'Brien geschlagen geben. Aber immerhin war sie im Finale dabei. Top so Sina!

Rider: Eric Beauchemin Bild: Sami Tuoriniemi

Bei den Jungs erwartete man eigentlich einen heissen Fight um die Krone zwischen Yuki Kadono, Stale Sandbech und Max Parrot. Und es wurde auch denkbar knapp. Jedoch gewann nicht einer der drei Favoriten, sondern der Amerikaner Brandon Davies. Er holte im dritten und letzten Run nochmals die Kohle aus dem Feuer, stickte einen fs 10 melon, bs 12 nose und cab 12 doublecork auf den Kickern. Und auf den Rails muss man Brandon nicht viel vormachen, er hat einen solchen Style, man konnte meinen, er fährt an einem Sonntag mit seinen Buddies im Park, um ein wenig Fun zu haben. Wenn man damit noch 40'000$ abräumt, umso besser.

Am nächsten kam ihm noch Max Parrot, der wie zu erwarten sehr stark fuhr. Stale holte sich die bronzene Auszeichnung mit knapp über drei Punkten mehr als Yuki, der in diesem äusserst engen Contest damit nur siebter wurde.

Morgen Mittwoch steht zum Abschluss noch der Pipewettkampf auf dem Programm. Da darf man sich bei den Jungs auf eine hoffentlich grosse Show von Iouri und Co. freuen.

VERÖFFENTLICHT 15.03.2016
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