Im Fokus: Capita x Spring Break Twin

Auf Herz und Nieren getestet, das Twin aus der Capita x Spring Break Collab

Spring Break Snowboards wurde ins Leben gerufen als Projekt ohne künstlerische Grenzen. Verrückte Shapes und das Streben nach tropisch angehauchten Surfturns im Schnee inspirierten die Macher um Corey Smith und seine Gang.

Seit der Collaboration mit Capita und der Produktion in deren Mothership entstanden unter dem Label von Capita einige Surfboard-ähnliche Powder Boards. Mit dem Spring Break Twin brachte man jetzt eine Board auf den Markt, welches auch Züge eines Parkboards aufweist.

Noch immer steht das Feeling eines sauberen Turn sehr weit oben und man hatte nicht den Anspruch, eine Jibmaschine für urbane Railsessions zu kreieren. Dafür lässt es sich dank seiner hochgezogenen Nose und Tail auch in leichtem Powder ziemlich problemlos durch das weisse Gold pflügen. Klar, es hat nicht den Auftrieb eines Surfboards wie die anderen Spring Break Modelle, aber für ein Twin macht es sich auch neben der Piste nicht schlecht.

Die atypische Nose ist aber nicht das einzige spezielle Merkmal an diesem Board. Das Spring Break Twin ist asymmetrisch gebaut und entsprechend ist je nach Goofy oder Regular Rider die Nose auf der anderen Seite. So kommt der Sidecut der verschiedenen Kanten voll zum Tragen und lässt bei lockeren wechseln zwischen Zehen- und Fersenkanten ein verspieltes Fahrgefühl aufkommen.

Mit einem camber Profil zwischen den Bindungen eignet sich das Twin aber auch für ein paar gute Parkruns. Das Twin ist weder bocksteif noch supersoft und liefert genug Pop, um auf Rails aufsteigen zu können. Die zero camber Konstruktion in vorderen und hinteren Boardteil verleit bei Absprüngen und Landungen genügend Stabilität, dass das Board einfach zu kontrollieren ist und mit der reverse camber in Nose und Tail auch mal etwas schiefe Landungen verzeiht.

Der Kern des Boards ist aus einem Mix von Pappel- und Paulowniaholz gefertigt, welcher extrem wenig Gewicht aufweist, dennoch aber den notwendigen Flex für einen hohen Pop verleiht. Das geringe Gewicht des Boards trägt zu seiner Verspieltheit bei, sorgt jedoch auch für den aus meiner Sicht einzigen kleinen Wermutstropfen. Bei hohem Tempo steckt das Board unebenes Terrain nicht so leicht weg wie andere Boards.

Der hohe Fahrspass und die Vielseitigkeit dieses Boards machen dieses kleinen Detail aber wett und somit das Capita x Spring Break Twin zu einer sehr willkommenen Alternative zur Flut von reinen Parkboards. Erhältlich ist das Capita x Spring Break Twin in den Grössen 152cm, 154cm und 156cm. Alle weisen dasselbe Design auf, eine Photographie des Hedonisten Andrew Kuykendall von einer seiner Musen. Wer da während dem Trick den Griff zum Board versaut, ist selbst schuld. Preislich liegt das Board in der oberen Mittelklasse, jedoch günstiger wie vergleichbare Boards wie das Ride Helix oder das Yes Greats Uninc.

Solange der richtig grosse Schnee noch auf sich warten lässt, also ein perfektes Board um die Freude am Snowboarden nicht untergehen zu lassen. Nichts wie raus und frönt den Turns. Auch switch. Go for it!

pic: Fabian Schoenenberger
TAGS Capita
VERÖFFENTLICHT 01.02.2017
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