Gabriel Medina gewinnt Surf-Spektakel in Tahiti

Der vielleicht beste Surf-Contest ever – das diesjährige Billabong Pro Tahiti.

Nach einer kleiner Sommerpause hiess es letzte Woche endlich wieder mal ASP It’s on! und die World Tour ging genau so weiter, wie sie aufgehört hat: Mit viel Action. Tahiti stand auf dem Programm und Teahupo’o ist eine der powervollsten Wellen weltweit. Ein kleiner Fehler und die Barrel deines Lebens wird zum schlimmsten Wipeout deines Lebens. Die Energie die sich über dem Riff entlädt ist schlicht und einfach unglaublich.

Teahupo'o - ASP/Kirstin

Der Event startete mit pumpenden Wellen im über 10ft Bereich. In den ersten zwei Runden gab es dann auch böse Wipeouts zu sehen, denn einige der Jungs riskierten alles. Die Bedingungen erinnerten an den Code Red Swell von 2011. In Runde 3 gab es dann bereits die ersten Überraschungen. Joel Parkinson wie auch Taj Burrow hatten das Pech, dass der Swell erst ab Heat 8 so richtig aufdrehte, sie aber bereits in früheren Heats antreten mussten. Die zwei Aussies schieden aus. Danach ging die Show so richtig los. John John Florence und Kai Otton zauberten die Maximalnote 10 aufs Scoreboard und Kelly Slater fuhr wäherend seinem Heat mit der GoPro im Mund. Teahupo’o wurde offiziell zur Funtown erklärt!

Nach Runde 3 gab es dann ein kleiner Unterbruch und am Montag wurde dann der Final Day angesetzt mit perfekten Bedingungen. Wellen im 12ft Bereich und kein Wind. Eigentlich nicht die Bedingungen für den aktuellen World Tour Leader Gabriel Medina, doch der Brasilianer fühlte sich sichtlich wohl. Gabe überzeugte mit Cleverness und Waveselection, indem er ständig die mittelgrossen Wellen ein bisschen tiefer im Lineup aussuchte und somit zu langen Tuberides kam, welche von der Jury gut bewertet wurden.

Ein ganz anderer Gameplan hatte Owen Wright. Der wieder genesene Australier stürzte sich in die grössten Bomben die durchs Lineup kamen und überzeugt mit viel Leidenschaft und Hingabe. Diese Leistung bescherte ihm am Ende den fünften Platz und den beliebten Andy Irons Commitment Award. Auch Rookie Dion Atkinson, Kolohe Andino und Vorjahressieger Ace Buchan liessen die Scores in die Höhe schnellen, doch sie alle mussten sich im Viertelfinal verabschieden.

Owen Wright mit dem Andy Irons Commitment Award - ASP / Wil H-S

Im ersten Halbfinal konnte Bede Durbidge nicht mehr an seine hervorragende Leistungen anknüpfen und musste sich gegen Gabriel Medina klar geschlagen geben. Das Highlight des Event und einer der besten Heats der Geschichte konnte man dann im zweiten Halbfinal erleben. John John Florence schnappt sich die erste Setwelle und scorte eine 9.90. Setwelle Nummer zwei gehört dann Kelly Slater, welcher gleich mit einer perfekten 10 konterte. Genau wegen diesen Heats ist Kelly noch auf der World Tour und am Ende standen beide mit einem unglaublichen Gesamtscore von 19.77 Punkten da. Die bessere Welle zählte und Slater zieht wegen seiner perfekten 10 in den Final ein. Gebt doch beim nächsten Mal den beiden doch einfach nochmals 30 Minuten, das Publikum würde es freuen… Hier die Highlighs vom Heat

Im Final war dann jedoch auch für Kelly Endstation. Gabriel Medina überzeugte einfach mit eindrücklicher Konstanz und wenn man ihm bis anhin noch vorwerfen konnte, dass er die grossen Setwellen meidet, hat er im Final dann bewiesen, dass er sich auch in diese Monster stürzen kann. Wieder wurden etliche Scores in der «excellent-range» erzielt und Gabe hatte knapp die Nase vorn. Zehn Minuten vor Schluss hatte Medina dann seinen ersten Wipeout des Events und glaubte den Heat verloren zu haben. Kelly hingegen erwischte eine Bombe, die Judges machten bereits die 10’s bereit doch Kelly schaffte es enorm knapp nicht aus dem Barrel raus.

Somit sicherte sich Gabriel Medina den Titel des Billabong Pro Tahiti 2014 und ist auf bestem Weg der erste brasilianische Weltmeister zu werden. Der Junge ist erst 20 Jahre alt, was seine Abgeklärtheit noch viel beeindruckender macht. Die nächsten Events sollten ihm dann noch besser liegen – auch wenn Medina mittlerweile bewiesen hat, dass er in allen Bedingungen gewinnen kann.

Die Scores im Überblick

Viertelfinals
B. Durbidge, 19.87 / A. Buchan, 19.00
G. Medina, 17.27 / K. Andino, 15.27
J. Florence, 19.67 / D. Atkinson, 17.76
K. Slater, 19.80 / Q. Wright, 16.10

Halbfinals
G. Medina, 18.67 / B. Durbidge, 4.17
K. Slater, 19.77 / J. Florence, 19.77

Final
G. Medina, 18.96 / K. Slater, 18.93

VERÖFFENTLICHT 26.08.2014
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