ESD Grindi Review & the Re-Boom of Snowboarding.

Die Easter Surf Days im und um den White Elements Park haben ihrem Namen alle Ehre gemacht. Ein Rückblick über die dreitägige Osterfeier in Grindelwald.
Wer sucht, der findet: sogar noch am Mittag des ersten ESD gab es einige Pow-Turns abzusahnen – unerwarteterweise und dem entsprechend gut konserviert. Foto: Alain Eberhart
Das ganze Festival wird hier als Augenschmaus in täglichen Portionen serviert:

E.S.Day one

Verzuckert süsser Samstag: Pow, Carving, Pipe.

Was für eine Überrraschung am Morgen, dass an gewissen Stellen – mit Hilfe von Wind – die wenigen Zentimeter Neuschnee zu einer brauchbaren Pulverschneedecke aufgebaut worden sind über Nacht!

Ein optimaler Start also in's Saisonende auf First hoch über Grindelwald, wo die Shaper des White Elements Park ihre ersten Easter Surf Days lanciert haben.
Das ideale Warm-up führte von den Sprays im Backcountry über einige Carves auf der Piste in die Pipe, wo der Fokus liegen sollte am Samstag.
Dort gab es «Cash» in einzigartiger Währung zu gewinnen; Fünfernoten, welche später nur von der Kasse der legendären Bus Stop Bar als Zahlungsmittel akzeptiert wurde.
So wie man sich das als Kenner der Szene in etwa vorgestellt hat, warteten olympiaverwöhnte ZuschauerInnen vergebens auf Yolo Flips und andere lebensgefährliche Manöver. Viel mehr pochte Moneyboy Marc Schärer darauf, die angepeilten Tricks in voller Perektion zu sehen, bevor er allenfalls als strenger Richter – der seine Rolle offensichtlich genossen hat – Scheine zückte.
Liptricks waren Trumpf, Skatestyle oft angesagt, doch auch Airtime fehlte nicht, mit Gästen wie Gian Simmen.

Mit verschiedensten breiten Shapes wagte man sich auch auf weichen Pisten noch ordentlich reinzustehen – ohne Angst vor Toedrags... Foto: Alain Eberhart

Das Angebot einzigartige LTB Snowboards gratis testen zu dürfen wurde bereits rege genutzt; extra Surffeeling war garantiert mit den – teils speziell breiten – fishmässigen Shapes. Diese dann auch in der Pipe zu geniessen, spätestens als es slushy und kinky wurde, machte auf jeden Fall Sinn und Spass – die Begeisterung war gross und mögliche Skepsis sofort weggeschlitzt.

Als es dann schon am ersten Abend spontan «Nachspielzeit» gab im Aprèsurf und einen Extrashuttle vom Bus-Boss persönlich, wurde die Ansage zu einer langen Feier – im Open Air Stil – unüberhörbar.

E.S.Day two

Geburtstage, Ostereier und Big Balls auf den Jibs

Ja gleich drei mehr oder weniger bekannte Gesichter der lokalen Szene feierten zusätzlich zu Ostern noch ihre Geburtstage!
Little Legend Luki Blaser (29), langjähriger Shaper und White Elements Brother Nik Weber (36) und als jüngster, doch ebenfalls bereits begeisterter Snowboarder Kalani Kestenholz (7) liessen die Korken knallen und Boards flattern.
Zu den bunten, im Park sorgfältig von Ridern bemalenen Eiern gab's also auch noch Kuchen zum Dessert und feinste Säftchen zum trinken.

Unsere Tschechischen Freunde von LTB Snowboards haben heuer ebenfalls ihr grosses 30-jähriges Bestehen zu jubilieren und offerierten für jedes Feedback, resp. getestete Brett ein feines Pilsner – direkt importiert versteht sich.

Trotz des zeitweise grauen Wetters war die Stimmung aufgehellt, wenn auch ein paar Leute noch liegend oder malend in der Chill Area Energie tankten und Motivation aufbauten.
Schlussendlich wurde wieder auf sämtlichen Obstacles Snowboarding zum Besten gegeben, obwohl Jibben als «Cash for Tricks Session» im Vordergrund stand:
Dieses Battle trug dann eine relativ kleine Gruppe – jeder gegen sich selbst – aus und es verdienten sich verschiedene Dudes für verschiedene Styles und Stunts ihre Noten. Diesmal konnte man «nur» in der Avocado Bar dafür Getränke ergattern, wo die Party am Abend ordentlich funky werden sollte mit dem hier bestens bekannten DJ Doobie.

E.S.Day three

Big Snow Gang Päng Rudelsörf – mit einem grossen Knall geht die White Elements Saison zu ende!

Tja, was soll man da noch sagen; ich bin immer noch sprachlos vom Erlebnis des letzten Easter Surf Days...
Eigentlich erstaunlich, wie viele Leute noch die Kraft fanden, sich einmal mehr den Weissen Elementen zu widmen. Wahrscheinlich war es schon die «Torschlusspanik», welche noch zahlreiche Rider auf den Berg lockte. Respektive ging es ja vor allem darum, sich vom Park, von KollegInnen – die man vorwiegend im Schnee trifft – und dem Gebiet mit dem schönsten Panorama zu verabschieden.
Ansonsten hätten sich nach einem so strengen Wochenende und wiederum magerer Sonnenbilanz wahrscheinlich weniger Fahrer (so aktiv) gezeigt.
Doch wie angekündet, stand das gemeinsame Riden im Zentrum und so sah man schon recht früh immer wieder lange Trains durch die mittlerweile recht angeschlagene Pipe cruisen – welche es ja offiziell noch zu zerstören gab.
Darin wurde aber auch noch fleissig an pendenten, kreativen Fotoprojekten gearbeitet, um in letzter Stunde die gewünschten Shots reinzukriegen.

Bei gelegentlichen Sonnenfenstern wuchs die Motivation mit dem Tagesverlauf stetig, bis es ganz am Schluss mit der Hitze vom mehr als gelungenen Chinese Downhill doch noch für einen prächtigen Sonnenuntergang reichte.

Dazu gab es – erneut beim Bus Stop – noch spontane Sessions mit einer hergezauberten Seilwinde, welche ganz unterschiedliche Geräte mit mutigen Personen drauf (magisch) anzuziehen vermochte.

Hellyeah, es war wirklich nur ein einziges, riesiges, langes Fest, welches etwas wunderbares erahnen lässt: Snowboarden erlebt vielleicht einen zweiten Frühling! Ich kann mich nicht erinnern, in den letzten 10 Jahren durchschnittlich so viele Schneebrett-Surfende Individuen, Familien und EinsteigerInnen – wenn auch vorwiegend Kids – gesehen zu haben; dies in einem doch eher mageren Winter.

Nicht nur im Berner Oberland, besonders stark in Grindelwald, ist eine extrem präsente Szene an Ridern unterwegs, nicht wenige bereits mit Nachwuchs, welche für einen anständigen Re-Boom in Zukunft sorgen dürften.

Mit diesen blendenden Prognosen verabschiede ich mich im Namen der White Elements Crew für diese Saison und möchte ihr herzlich für die grosse Arbeit danken.
Allen Stammgästen wünsche ich einen angenehmen Sommer und hoffe wieder möglichst viele von ihnen ende Jahr oben – oder wie gewohnt teils auch schon früher an schneefreien Festivals – antreffen zu dürfen.

THEMA News / Events
VERÖFFENTLICHT 05.04.2016
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Kommentare (01)

Rageto (38) 05.04.2016

aah und da sind grad noch haufenweise Fotos reingekommen von Kuno Egli – herzlichen Dank!!! https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1061537730536043.1073741838.173249236031568&type=3


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