Surfkodex ist Ehrensache

Die 10 Gebote im Surfen – damit du im Wasser eine gute Figur machst!

Wer schon mal in Bali war, weiss dass der grösste Kampf im Wasser die anderen Leute sind. Bei eher krassen Spots, sind die Surfer so gut, dass man kaum eine Welle abkriegt und bei den easy Spots machen die Anfänger einem das Leben schwer. Nichts für ungut, jeder fängt mal an. Viele Neulinge haben aber leider keine Ahnung von Regeln und das macht die ganze Sache ziemlich unangenehm. Es ist nicht nur gefährlich für alle Beteiligten sondern man macht sich auch verdammt unbeliebt. Daher ist es an der Zeit mal ein paar Tipps und die wichtigsten Surfregeln mit euch zu teilen. In der Hoffnung, dass wir uns im Wasser wieder alle lieb haben .

Tipps für Anfänger

Lust zum raus paddeln?

Kenne deine Comfort Zone!
Wenn du nicht sicher bist, ob du den Break surfen kannst, dann lass es oder bleib zuerst mal in der Inside. Dies ist das Ende der Welle und meist kleiner. Du bist auch näher am Strand und schnell wieder draussen, falls es nicht passt. Bevor man zu den Mainpeaks paddelt, sollte man sich und sein Brett im Griff haben. Also wissen wie man Wellen durchtaucht oder ihnen und anderen Surfer ausweicht.

Die Wellen sehen von aussen immer kleiner aus!
Achte auch darauf wie sie brechen. Sind es top-to-bottom Wellen? Das heisst die Lippe der Welle fällt direkt auf das Wasser, bei solchen Wellen können Tubes entstehen. Der Take-off bei einer solchen Welle ist schnell und steil und daher eher schwierig. Es kommt also nicht nur auf die Grösse an, sondern auch auf die Form der Welle.

Beobachte den Break bevor du dich in die Wellen stürzt!
Probiere rauszufinden wo es Strömungen hat und welche dich zb. raus ins Line-up ziehen kann. Schau dir auch ein paar Sets an, um zu sehen wo sie brechen und wie gross sie sind. Das Meer kann täuschen, in einem Moment sieht alles harmlos aus und im nächsten Moment rollen Riesenbrecher rein. Nimm dir also die Zeit.

Kämpfe nicht gegen Strömungen an!
Wenn es dich in eine Strömung nimmt, versuche nicht dagegen anzukämpfen. Paddle parallel zum Strand bis du aus der Strömung bist. Wo das Wasser hinaus fliesst, muss es auch wieder zurück fliessen.

Surfe nicht alleine!
Leere Breaks haben meist einen Haken. Wenn du also einen perfekten Break ohne eine Menschenseele darin findest (ausser vielleicht in Papa Neuguinea), dann hat das meistens einen Grund. Strömungen, Untergrund, Tiere etc. Sprich also zuerst mit ein paar Locals, bevor du rein gehst.

Wenn du nun so weit bist und im Main Line-up hockst, gibt es zwingende Regeln, die man einhalten muss. Zum einen um die anderen Surfer nicht zu verärgern, die werden nämlich dafür sorgen, dass du keine einzige Welle erwischst, wenn du dich wie ein Arschloch benimmst. Und zum anderen ist es gefährlich, wenn jeder macht was er will. Es möchte schliesslich niemand eine Finne im Kopf (man hört so Horror-Storys).

Der Surfkodex

1. Respekt
Das ist die aller wichtigste Regel. Wir sind alle im Wasser um Spass zu haben und surfen keinen Contest, daher sollte der Spass im Vordergrund stehen. Es gibt nichts Schlimmeres als «ich-kriege-jede-Welle-Typen». Also respektiere die anderen Surfer, stell dich bei Point- oder Reefbreaks hinten an und lass den Surfer am Peak in Ruhe seine Welle anpaddeln. Zudem soll man die Locals respektieren: Wir sind an ihrem Spot und sollten ihnen am Anfang den Vortritt lassen. Wenn sie merken, dass du sie respektierst, lassen sie dir nachher genügend Wellen. Garantiert!

2. Kein Drop In
Die Regel ist eigentlich ganz simpel: Wer am tiefsten die Welle anpaddelt (das heisst wer am nächsten zu der brechenden Welle ist) hat das Recht die Welle zu nehmen. Ausser du stehst zuerst auf den Beinen, dann gehört die Welle dir. In einem überfüllten Line-up kann es schon mal passieren, dass zwei Leute auf einer Welle landen, dann einfach über die Lippe rausspringen wenn du im Unrecht bist. Keiner wird dir böse sein, wenn es ein, zwei Mal passiert. Wichtig ist aber dein Brett dabei zu halten. Wenn du das noch nicht kannst, hast du nichts im Line-up verloren. Bei A-Frame-Wellen kann einer nach rechts und einer nach links. Hier am besten mit einander kommunizieren.

3. Kein Snaken
Snaken bedeutet im letzten Moment um einen Surfer herum zu paddeln, so dass du in der Poleposition bist. Jemand der sich richtig positioniert hat, hat das Recht auf die Welle. Warte also bis du an der richtigen Stelle bist und «don’t be a snake»!


4. Nicht direkt durch das Line-up paddeln
Das gilt für den ersten Paddel raus, wie auch für den Rückweg nach einer gesurften Welle. Versuche um den Break herum zu paddeln, damit du den Surfern nicht im Weg bist. Wenn es die Umstände ergeben, dass du mitten im Line-up oder in der Inside bist, dann gilt folgende Regel: Kommt dir ein Surfer auf einer Welle frontal entgegen, musst du immer Richtung Weisswasser paddeln und ihm so den Vortritt lassen. Ich weiss, das kann heissen du hast die kommenden Wellen direkt auf dem Kopf. Aber so ist es halt.

5. Don't Ditch
Halte dein Brett fest – eigentlich egal in welcher Situation; ob du jetzt raus paddelst und ein Set auf den Kopf kriegst oder zurück ziehst wenn du eine Welle anpaddelst. Surfbretter sind lang, hart und schwer (ja das lässt Spielraum für Interpretation) und wenn die durch die Luft schiessen, kann so einiges passieren. Wenn weit und breit keiner zu sehen ist, dann kannst du machen was du willst.

Mit diesen zehn Regeln gibt es eines Tages dann auch eine perfect ten. Viel Spass im Line-up und nicht vergessen: Immer mit viel Aloha zu surfen. Ahoi!

THEMA News / Surf
TAGS Surf
VERÖFFENTLICHT 06.10.2013
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