Behind the Scenes

Snowboarden ist Big Business, ein Blick hinter die Kulissen des Air+Styles 2015 in Innsbruck

Shaun White war da, die Air+Style-Models waren da, Stale Sandbech war da, wir waren da. Nur den Anton aus dem Tirol suchen wir noch und wagen einen nicht ganz ernst zu nehmenden Blick hinter die Kulissen des Air+Styles in Innsbruck.

pic: twoleftfeet.ch

Beginnen wir gleich mit dem Chef himself. Shaun griff am Event zwar nicht mit dem Board ins Geschehen ein, aber mit vollem Elan in die Saiten seiner Gitarre. Böse Zungen behaupten, er habe die Air+Style-Tour nur gekauft, damit seine Band Bad Things immerhin dreimal gebucht wird.

Wir müssen ihm aber Kredit zollen, denn am Freitagabend, als die Action vorüber war, das Stadion sich bereits geleert hatte und nur noch ein paar trostlose Journalisten dem Bier fröhnten, kam Shaun mit kurzen Hosen angezottelt, plauderte ein wenig mit den noch Anwesenden und machte mit seiner Band den Soundcheck für die grossen Acts am Samstag. Das er dabei selbst in die Seiten griff, rechnen wir ihm hoch an. Wenig hoch war unser Ansehen für die lokalen Fotographen, die sich erkundeten, wie genau dieser Herr White dann ausehe. Oder dem Security, der den weissen Luxus-Opel von Shaun und seiner Entourage beinahe abschleppen liess, da er in der Riderzone stand, als kein Mensch mehr da war.

pic: Frode Sandbech

Ebenfalls Kredit von uns erhalten die härtesten Rider. Allen voran Halldor Helgasson, welcher im Training massiv auf die Fresse flog und kurz darauf nebenstehendes Bild ins Netz stellte. Versehen mit dem Kommentar: Tried to make it out with the Air+Style landing...went pretty good. Halldor, für diese Selbstironie mögen wir dich. Genauso wie Billy Morgan, der auch massiv bailte, nur noch rückwärts die Treppe runter gehen konnte, aber trotz allem noch einen ziemlich heftigen triplecork hinstellte. Er benötigte die etwas gequält dreinschauenden Models im Auslauf mehr als Stütze wie als Schmuckstücke.

Andere wiederum probierten sich diesen penetrant tänzelnden Mädels gänzlich zu entziehen, indem sie sich durch Camo-Outfits versuchten, unsichtbar zu machen.

pic: twoleftfeet.ch

Camo scheint ein Revival zu feiern. Von Hosen über Neckwarmer bis zum kompletten Camo-Outfit von Matthias Weissenbacher war alles zu sehen. Einzig Peetu Piiroinen, früher ein sturer Verfechter des Camo-looks, war heuer ganz schlicht in schwarz gekleidet. Andere gaben sich schlicht, was die Base ihres Boards anging. Seb Toutant, Vierter im Finale, war mit einer ganz roten Base unterwegs und auch den dicken ride-Sticker auf seinem Board hatte er entfernt. Für seinen langjährigen Boardsponsor fährt er offensichtlich nicht mehr, wo es ihn hinschlägt, war ihm aber nicht zu entlocken.

Allerdings scheint er mit seinem Board zufrieden zu sein. Als das Superfinale bereits entschieden war, er sich nicht mehr vom vierten Platz verbessern konnte, hatte er noch einen Sprung. Andere hätten sich im Hinblick auf die kommenden X-Games geschont und einen dicken Stylesprung gezeigt. Nicht so Seb, er griff nach zwei harten Bails nochmals tief in die Trickkiste und zeigte einen ganz geilen double rodeo, der manchem Zuschauer nochmals ein Sonderapplaus entlockte. Well done Seb, so kannst du den auch an den X-Games nochmals zeigen.

Und wer die Action ganz verpasst hat, hier noch der highlight-clip:

VERÖFFENTLICHT 20.01.2015
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